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Facebook

Wenn Facebook ein Land wäre, dann wäre es das drittgrößte Land. Mit 700 Millionen angemeldeten und vielleicht 500 Millionen aktiven Nutzern ist Facebook mittlerweile das Medienthema Nummer uns.

Für den größten Teil unserer Jugendlichen ist Facebook inzwischen kaum noch wegzudenken und ihre Kommunikation läuft tagtäglich über Facebook ab.

Wir wollten also das brandaktuelle und wichtige Thema „Facebook und Freundschaften“ in unserer Jugendarbeit aufgreifen und gestalteten hierzu einen eigenen Jugendgottesdienst ConTrust. Mehr als hundert Jugendliche kamen am 07. Oktober in der Naunheimer Kirche zusammen, um über dieses Thema nachzudenken und miteinander einen freudigen und lebendigen Gottesdienst zu feiern.

(Anita Kuhn)

Zwei Jugendliche fassten die Eindrücke des Abends in einem Bericht zusammen und interviewten hierfür auch andere Jugendliche zum Thema:

Sind meine Facebookfreunde Freunde? Und ist Facebook unsere neue Welt?

Bella Block hat dich angestupst. Amanda Acer möchte mit dir befreundet sein. Du hast eine neue Nachricht. Enrico Emalio hat dich auf einem Bild verlinkt.

Direkt von der Schule heim und erst mal in Facebook. Schauen, was die Freunde so neues geschrieben haben, wer mit wem zusammen ist und wie heute die Mathestunde für die beste Freundin war und und und….

Ein Teenieleben ohne Facebook? Unvorstellbar?

Was sollte beachtet werden, damit wir geschützt bleiben?

Am Freitag, den 7.Oktober stand der Jugendgottesdienst ConTrust unter dem Thema „Facebook“.

Hierfür kam Jugendreferent Ronnie Berzins aus Schwäbisch-Hall zu uns und hat über die Vorteile und Gefahren auf Facebook erzählt.

Hier die 4 wichtigen Regeln für alle Social-Network-Nutzer :

  1. Bestätige nur Freunde, die du auch im wahren Leben kennst.
  2. Gib nicht alles von dir preis (das gilt auch für Bilder!)
  3. Glaube nicht alles, was andere über dich oder sich behaupten.
  4. Schreibe nur Dinge über andere, die du auch über dich selbst schreiben würdest.

das ist die goldene Regel!

Und die wichtigste Regel ist die 5. Regel:

Bestätige auch Jesus als Freund und sei abhängig von ihm und nicht von Facebook.

Nachdem der Gottesdienst beendet war, gab es noch einen Facebook-Talk mit dem Prediger Ronnie Berzins. Wir konnten unsere Fragen über Facebook und das Internet stellen und er hat sie uns beantwortet. Dabei ergab sich ein interessantes Gespräch.

Um noch ein wenig über das Denken der anderen über Facebook zu erfahren, führten wir im Anschluss zum Jugo noch einige Interviews. Wir stellten Fragen zu Facebook und Nutzer und Nichtnutzer in allen Altersklassen haben geantwortet.

Was findet ihr gut an Facebook und anderen Sozialen Netzwerken?

Allgemein ist der größte Vorteil, dass man schnell und einfach mit anderen in Kontakt treten und sich austausche kann. Seit es Soziale Netzwerke gibt, ist es einfach, mit Freunden in Verbindung zu bleiben.

Was findet ihr nicht so gut?

Der größte Contra Punkt im Internet ist die Datensicherung, darüber waren sich alle einig. Sie finden es nicht okay, wie mit ihren Daten umgegangen wird und dass die „privaten“ Nachrichten gelesen werden. Alles, was wir im Internet nachschauen, schreiben, machen…, wird gespeichert und es kann darauf zurückgegriffen werden. Unsere Privatsphäre ist eigentlich wie die Beschriftung einer Postkarte. Jeder kann sie sehen und lesen. Was auch nicht so gut ankommt, ist die viele Werbung (Soziale Netzwerke werden dadurch kostenlos, dass sie die Daten der Netzwerknutzer verkaufen. Außerdem bekommen die Netzwerke Geld dafür, wenn die Nutzer die ’nervige‘ Werbung anklicken.). Ein weiterer kritischer Punkt ist der Freundschaftsbegriff. Sind alle Freunde, die wir in Facebook angenommen haben, unsere wirklichen Freunde? Wem davon würden wir vertrauen? Wer von denen wäre für uns da? Durch die Sozialen Netzwerke hat Freundschaft eine neue Bedeutung bekommen, die wir nicht besonders lobenswert finden. Viele Jüngere finden zum Beispiel SchülerVZ besser als Facebook, da es nur für Schüler und nicht für Erwachsene ist. Außerdem finden viele Facebook ziemlich unübersichtlich und nicht gut. Man muss z.B. erst einmal um 100 Ecken klicken, wenn man eine Einstellung ändern will.

Was sagt ihr dazu, dass das Internet alle Daten von euch speichert?

Die Speicherung der Daten ist im Allgemeinen verpönt.

Es ist krass, was andere über einen wissen“ meint eine der Befragten. Ein anderer hat auf diese Frage geantwortet: „Es ist echt problematisch. Man weiß nicht, wer es lesen kann und wo unsere Daten gespeichert werden.“

Insgesamt ist Facebook eines der beliebtesten, allerdings auch eines der meist diskutierten Netzwerke. Wer sich an die oben genannten 5 Regeln hält, braucht sich nicht so viele Gedanken zu machen. Für wen Facebook trotzdem zu gefährlich ist, wäre Google+ auch noch eine Alternative.

Von Nicole Hiller und Katharina Fabel